Der Unterschied zwischen kaltgewalztem und warmgewalztem Kohlenstoffstahl

In der Stahlindustrie hört man oft die Begriffe Warmwalzen und Kaltwalzen – was genau verbirgt sich dahinter?

Das Walzen von Stahl basiert hauptsächlich auf dem Warmwalzen, während das Kaltwalzen hauptsächlich zur Herstellung von kleinen Profilen und Blechen eingesetzt wird.

 

Im Folgenden werden die üblichen Kalt- und Warmwalzverfahren für Stahl beschrieben:

Draht: Durchmesser 5,5–40 mm, Spulenform, ausschließlich warmgewalztes Material. Nach dem Kaltziehen wird der Draht kaltgezogen.

Rundstahl: Neben der präzisen Abmessung des blanken Materials, das im Allgemeinen warmgewalzt wird, gibt es auch geschmiedete Varianten (mit Schmiedespuren an der Oberfläche).

Bandstahl: Sowohl warm- als auch kaltgewalzt, wobei kaltgewalztes Material im Allgemeinen dünner ist.

Stahlblech: Kaltgewalztes Blech ist im Allgemeinen dünn, wie beispielsweise Automobilblech; Warmgewalztes Blech ist dicker, weist aber eine ähnliche Dicke wie kaltgewalztes Blech auf, das sich im Aussehen deutlich unterscheidet.

Winkelstahl: Alles warmgewalzt.

Stahlrohre: geschweißt, warmgewalzt und kaltgezogen.

U- und H-Profilstahl: warmgewalzt.

Bewehrungsstahl: warmgewalztes Material.

 

Warmwalzen und Kaltwalzen sind Verfahren zur Umformung von Stahlblechen oder -profilen, die einen großen Einfluss auf die Struktur und die Eigenschaften des Stahls haben.

Die Stahlerzeugung basiert hauptsächlich auf dem Warmwalzen, Kaltwalzen wird üblicherweise nur zur Herstellung von Präzisionsstahl wie z. B. kleinen Stahlteilen und Stahlblechen eingesetzt.

Die Endtemperatur des Warmwalzens liegt im Allgemeinen bei 800 ~ 900 ° C, und anschließend wird das Material üblicherweise an der Luft abgekühlt, sodass der Zustand nach dem Warmwalzen einer Normalisierungsbehandlung entspricht.

Der größte Teil des Stahls wird warmgewalzt. Der warmgewalzte Stahl bildet aufgrund der hohen Temperatur eine Oxidschicht auf der Oberfläche, wodurch er eine gewisse Korrosionsbeständigkeit aufweist und im Freien gelagert werden kann.

Allerdings führt diese Oxidschicht auch zu einer rauen Oberfläche des warmgewalzten Stahls und großen Größenschwankungen. Daher benötigt man für die Kaltwalzproduktion Stahl mit glatter Oberfläche, genauen Abmessungen und guten mechanischen Eigenschaften. Als Rohmaterialien dienen warmgewalzte Halbzeuge oder Fertigprodukte.

 

Vorteile:

Die Formgebungsgeschwindigkeit ist hoch, der Ausstoß ist hoch, die Beschichtung wird nicht beschädigt, und es können verschiedene Querschnittsformen hergestellt werden, um den Anforderungen der Einsatzbedingungen gerecht zu werden; Kaltwalzen ermöglicht eine große plastische Verformung des Stahls und erhöht dadurch die Streckgrenze des Stahls.


Veröffentlichungsdatum: 19. September 2023

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